Häufig gestellte Fragen

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Hochschulzugang
Können Personen, die den Sekundarschulabschluss 2022 in der Ukraine dieses Jahr nicht regulär beenden können, sich an deutschen Hochschulen bewerben?

Die Informationen zum Hochschulzugang in Deutschland mit ukrainischen Zeugnissen finden Sie unter Informationen zum Bildungswesen in der Ukraine im Kapitel "Hochschulzugang in Deutschland".

Ermöglicht ein Sekundarschulabschlusszeugnis ohne staatliche Abschlussprüfungen den Hochschulzugang gemäß den Bewertungsvorschlägen Ukraine?

Aufgrund der Ukraine-Krise finden 2022 keine staatlichen Abschlussprüfungen statt. Die Geflüchteten sollen gemäß KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ hierdurch nicht benachteiligt werden. Folglich sind die von ihnen erworbenen Bildungsnachweise, die gemäß den Bewertungsvorschlägen Ukraine berechtigen, die Feststellungsprüfung am Studienkolleg abzulegen bzw. ein Hochschulstudium in Deutschland aufzunehmen, entsprechend zu bewerten, auch wenn nicht alle regulär erforderlichen staatlichen Prüfungsleistungen nachgewiesen werden.

Diese Regelungen gelten für Bildungsnachweise, die in Zeiten der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden.

Ermöglicht ein Sekundarschulabschlusszeugnis ohne Nachweis über die externe unabhängige Prüfung oder den Multifachtest den Hochschulzugang gemäß den Bewertungsvorschlägen Ukraine?

Die externe unabhängige Prüfung ist nicht in den Bewertungsvorschlägen Ukraine vorgesehen. Den in anabin veröffentlichten News vom 25.04.2022 „Hochschulzugang: Anwendung des KMK-Beschlusses vom 05.04.2020“ ist demgemäß zu entnehmen, dass für den Hochschulzugang in Deutschland weder ein Nachweis über die externe unabhängige Prüfung noch über den Multifachtest erforderlich ist.

Diese Regelungen gelten für Bildungsnachweise, die in Zeiten der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden.

Wie ist mit Bewerberinnen und Bewerbern zu verfahren, die zwar die formalen Zugangsvoraussetzungen zum Studium erfüllen, aber nur über geringe Deutschkenntnisse verfügen?

Regelungen für den Nachweis von deutschen Sprachkenntnissen für den Hochschulzugang haben die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz in einem gemeinsamen Beschluss festgelegt, der Rahmenordnung über deutsche Sprachprüfungen für das Studium an deutschen Hochschulen.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema sind in anabin unter Deutsche Sprachkenntnisse für den Hochschulzugang zu finden.

Wie ist hinsichtlich des Hochschulzugangs mit Bewerberinnen und Bewerbern zu verfahren, die vor ihrer Flucht kein ganzes Studienjahr absolvieren konnten?

Gemäß KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ sollen Geflüchtete aus der Ukraine, die aufgrund der Ukraine-Krise ihr Studienjahr nicht regulär abschließen können, hierdurch nicht benachteiligt werden. Folglich sind die von ihnen erworbenen Bildungsnachweise, die gemäß den Bewertungsvorschlägen Ukraine berechtigen, die Feststellungsprüfung am Studienkolleg abzulegen bzw. ein Hochschulstudium in Deutschland aufzunehmen, entsprechend zu bewerten, auch wenn nicht alle regulär erforderlichen staatlichen Prüfungsleistungen nachgewiesen werden.

Diese Regelungen gelten für Bildungsnachweise, die in Zeiten der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden.

Ist der KMK-Beschluss"Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen" auch auf Drittstaatsangehörige ohne Aufenthaltsstatus nach § 24 AufhG anwendbar?

Gemäß KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ kann diese Regelung in Einzelfällen auch auf schutzbedürftige Personen mit anderen Aufenthaltstiteln übertragen werden, sofern sie fluchtbedingt in Bezug auf den Hochschulzugang in Deutschland benachteiligt würden.

Diese Regelung gilt für Bildungsnachweise, die in Zeiten der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden.

Ist der KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ auch auf Personen anwendbar, die sich noch in der Ukraine oder im benachbarten Ausland befinden und folglich noch keinen Geflüchtetenstatus nach § 24 haben?

Nein. Gemäß KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ gelten diese Regelungen für Personen mit Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz nach § 24 Aufenthaltsgesetz. In Einzelfällen kann diese Regelung auch auf schutzbedürftige Personen mit anderen Aufenthaltstiteln übertragen werden, sofern sie fluchtbedingt in Bezug auf den Hochschulzugang in Deutschland benachteiligt würden.

Diese Regelung gilt für Bildungsnachweise, die in Zeiten der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden.

Durch wen und an welcher Stelle im Zulassungsverfahren ist der Aufenthaltstitel zu prüfen?

Der Aufenthaltstitel wird bei der Registrierung der Geflüchteten in Deutschland festgelegt und muss bei Anwendung des Beschlusses vorliegen. Einzelfälle siehe oben. Ob die Voraussetzungen gemäß KMK-Beschluss „Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen“ vorliegen, ist durch die zulassende Stelle zu prüfen.

Verifizierung ukrainischer Bildungsnachweise mit Hilfe der Datenbank EDEBO
Weitere Informationen zu EDEBO

Näheres zu EDEBO finden Sie unter Verifizierung von ukrainischen Bildungsnachweisen.

Sonstiges
Können statt der Originaldokumente auch alternative Nachweisformen, z.B. digitale Kopien oder einfache Kopien akzeptiert werden?

Ja. Diese Nachweise enthalten in der Regel alle erforderlichen Angaben, die eine Überprüfung mithilfe der Datenbank EDEBO ermöglichen.

Können statt der Originaldokumente auch alternative Nachweise, z.B. Studierendenausweise, Schreiben der besuchten ukrainischen Hochschule akzeptiert werden?

In diesen Fällen kann die Hochschulzugangsqualifikation durch eine Plausibilitätsprüfung nachgewiesen werden, s. KMK-Beschluss vom 03.12.2015 "Hochschulzugang und Hochschulzulassung für Studienbewerberinnen bzw. Studienbewerber, die fluchtbedingt den Nachweis der im Heimatland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung nicht erbringen können